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Sommerandachten 2021 - Andachten für Teenies, Jugendliche & Junge Erwachsene

Das struggle's mit den Sommerandachten für dieses Jahr!

Wir freuen americaschon, dass du nächstes Jahr wieder am Start bist und die Sommerandachten liest!

Bis dahin wünschen wir dir Gottes Segen!

Psalm 119 ist der längste Psalm der Bibel. Von Anfang bis Ende quillt er über vor Freude und Lust an Gottes Wort. Das gefällt mir! Beim Versuch, diesen Psalm in einem Zug zu lesen, ist es mir dann doch ein bisschen zu viel geworden mit dem Überschwang. Vielleicht lag es auch daran, dass – anders als die Überschrift der Lutherbibel es nahelegt – viel häufiger von „Gesetz“ die Rede ist als vom „Wort“ von Gott. Lust am Gesetz? Das ist mir fremd.

Auch in unserem heutigen Abschnitt mischen sich die Aspekte. Gebot, Befehl, Urteil, Gesetz und Eifer sind Begriffe, die mir eher fernliegen. Die Begriffe Gerechtigkeit, Wahrheit und Freude hingegen klingen sehr vertraut für mich. Was haben alle diese unterschiedlichen Perspektiven mit der Freude an der Bibel zu tun?

Der Psalm lässt eine Gefährdung erkennen, der wir nicht erliegen sollten. Der Apostel Paulus hat sie einige hundert Jahre später in die Worte gefasst: „Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ (2. Kor three,6). Wo die Buchstaben wichtiger werden als der Geist, in dem die Buchstaben geschrieben wurden, wird aus der Freude an der Bibel ganz leicht Verkniffenheit, Rechthaberei oder im schlimmsten Fall gar Übereifer und Aggression. Wenn wir hingegen den Geist der Bibel atmen und die große Linie des Heils und der Liebe Gottes wahrnehmen, weiten sich die Sinne, keimt die Neugier, wächst das Verständnis, erblüht das Staunen.

Freude an der Bibel – es geht nicht um starre Richtigkeiten, sondern um die lebendige Stimme Gottes. Aus der Freude an der Bibel wird letztlich die Freude an Gott selbst. Er nimmt Anteil an meinem Leben. Aus seiner Liebe erwächst mir Zuspruch und Korrektur, Wegweisung und Vergewisserung. Was für ein Geschenk. Aus seinem Herzen kommen Worte, die ich mir nicht selbst sagen kann: „Du bist wertvoll.“ „Du bist geliebt.“ „Du bist gewollt.“ „Die Schuld ist vergeben.“ Solche Worte sind lebensnotwendig. So wird das Lesen in der Bibel immer wieder zu einem lebendigen Hörerlebnis: überraschend und herausfordernd, bestärkend und ermutigend, tröstend und aufrüttelnd. Nie starr und stur, sondern dynamisch, denn es erklingt die Stimme des lebendigen Gottes, mitten hinein in mein Leben.

Ich freue ich mich an der Bibel. Sie lockt mich immer wieder zur Freude an Gott selbst. In dieser Freude kann ich beten: „Unterweise mich, Gott, so lebe ich.“

Harald Rückert,

Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, Frankfurt

Psalm 119,137-a hundred and forty four:

HERR, du bist gerecht, und deine Urteile sind richtig. 138 Du hast deine Zeugnisse geboten in Gerechtigkeit und großer Treue. 139 Ich habe mich speedy zu Tode geeifert, weil meine Widersacher deine Worte vergessen. a hundred and forty Dein Wort ist ganz durchläutert, und dein Knecht hat es lieb. 141 Ich bin gering und verachtet; ich vergesse aber nicht deine Befehle. 142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. 143 Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Freude an deinen Geboten. a hundred and forty four Deine Zeugnisse sind gerecht in Ewigkeit; unterweise mich, so lebe ich.

Was würdest du auf die Frage antworten: „Was ist ein Prophet“? Viele Menschen würden vielleicht sagen: Ein Prophet ist ein Mensch, der zukünftige Dinge vorhersagt. Ja, das haben die Propheten auch getan! Aber der Dienst eines Propheten conflict in erster Linie ein anderer. Er kommt aus der Gegenwart Gottes und richtet die Botschaft Gottes an das Volk. Diese Botschaft Gottes betraf natürlich oft auch die Zukunft, aber meistens ging es darum, dem Volk einen Spiegel vorzuhalten und ihr Gewissen zu erreichen. Und da sind wir bei Haggai.

Auf die erste Botschaft Haggais hin hatte das Volk die Arbeit am Haus Gottes wieder aufgenommen. Mit weiteren Botschaften sollte er nun das Volk ermutigen. War additionally jetzt alles gut? Nein, und deswegen musste Haggai noch weitere Botschaften überbringen. Auch wenn das Volk dem Aufruf Gottes nachgekommen struggle und wieder angefangen hatte, am Haus Gottes zu bauen, so machte Gott jetzt offenbar, dass es auch einen inneren Grund für den äußeren Stillstand, den Baustopp, gegeben hatte: Das Volk war in einem schlechten geistlichen Zustand.

Wer darf mitmachen?

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, sollte Haggai sich mit zwei Fragen an das Volk wenden. Diese zwei Fragen sind Sinnbild eines Lebens im Dualismus zwischen Reinheit und Unreinheit. Die Themen „rein“ oder „unrein“, „ausgegrenzt-sein“ oder „dazu gehören“ sind Dauerthemen in den Kulturen, weltweit von alters her bis zum Jahr 2020 und wohl auch in Zukunft. Im heutigen Abschnitt geht es tatsächlich genau darum: wer darf denn mitarbeiten? Und ganz schnell wird klar – es geht hier weniger um die Frage von Mischehen (zwischen Reinen und Unreinen) oder anderen Dingen, die die Reinheit eines Volkes aus der eigenen Sicht verletzen könnten. Es geht eher um die Frage: wie ernst nehme ich die Weisungen Gottes an? Nicht nur äußerlich, sondern vor allem im Herzen?

Die Wiederaufnahme der Bauarbeiten hatte offenbar nichts Grundlegendes am Zustand des Volkes geändert. Zwar conflict das Volk äußerlich gehorsam. Aber da gibt es ja noch mehr. Haggai benutzt Gleichnisworte – Jesus war später der wohl bekannteste Gleichniserzähler. Die Stärke von Gleichnissen: Ich muss selbst nachdenken. Muss mitdenken. Muss den Gedanken mitkauen – bekomme ihn nicht schon schön durchgekaut zubereitet. Das ist mitunter schwieriger, manchmal vielleicht sogar nervender – aber der Erkenntnisgewinn ist viel größer, als wenn ich einfach Gebote und Gesetze auswendig lerne. Eines dieser Gleichnisse heißt folgendermaßen: Angenommen, jemand nimmt in seinem Mantel ein Stück heiliges Fleisch mit. Mit dem Mantel berührt er nun Brot, etwas Gekochtes, Wein, Öl oder etwas anderes zu essen. Wird es dadurch heilig? Haggai fragte die Priester, und sie antworteten: »Nein.« (Haggai 2, 12 – nach BasisBibel)

Für Gott geheiligtes Fleisch, das mit Brot, Gekochtem, Wein oder Öl in Berührung kommt, macht diese nicht heilig. Wenn ein Mann heiliges Fleisch in dem Zipfel seines Gewandes trug, gab ihm das vielleicht einen Charakter äußerer Heiligkeit. Aber wurde dadurch die Frucht seiner Arbeit (Brot, Gekochtes, Wein oder Öl) heilig? Keineswegs. Gott macht damit deutlich, dass das äußere Handeln des Volkes allein noch nicht sein Inneres „heilen“ konnte. Die Anwendung auf u.s.liegt auf der Hand: Ein rein äußeres Befolgen eines Gebotes Gottes ohne ein offenes und bereites Herz hat wenig Wert vor Gott. Er möchte nicht rein äußere Handlungen bei united statessehen, sondern unser Herz haben. Albert Einstein prägte den schönen Satz: „Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn guy in eine Garage geht.“

Christian Posdzich,

Zwickau

Auf einem idyllischen Waldspaziergang in einem ruhigen Wäldchen ruft mir meine Freundin zu: „Hey, hörst du das?“ Ich höre natürlich erstmal gar nichts. Aber dann bemerke ich, turned into sie meint: Ameisen. Sie sind so geschäftig, dass guy sie sogar hören kann.

Ihre Straße verläuft direkt neben unserem Waldweg. Ameisen tragen Dinge hin und her, jede weiß genau changed into sie zu tun hat – geschäftiges Treiben. Wie ich diese Tiere so beobachte, fasziniert mich plötzlich der Gedanke, mit welchem Tatendrang und wie unbeirrbar sich der ganze Ameisenstaat für ihre gemeinsame Sache einsetzt. Keiner, der aus der Reihe tanzt. Keine, die egoistisch handelt. Wie weit weg ist doch unsere Menschengesellschaft davon … Der Prophet Haggai lebt in ebenso einer Zeit, wo offenbar der Egoismus das Volk Gottes ganz besonders prägt. Das Volk ist erst vor wenigen Jahren aus seiner Gefangenschaft in seine Heimat zurückgekehrt. Hier versuchen die Menschen nun, ihr Leben ganz von vorn aufzubauen. Aber Haggai bemerkt, wie die Menschen dabei in einen Trott verfallen: Jeder verfolgt nur seine eigenen Ziele. Die Leute versuchen zu wirtschaften, aber jeder ist nur auf sich selbst bedacht, und so hat das Volk keinen gemeinsamen Erfolg und kommt nicht weiter.

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